Ihr Betrieb läuft. Läuft er noch auf der Höhe der Zeit?
Büro Wehrli
Modernisieren, ohne abzubauen.
Die meisten Betriebe modernisieren zu spät und dann zu hastig. Wir bauen
um, während der Betrieb läuft: mit den Leuten, die schon da sind, und
ihrem Wissen als tragendem Teil des neuen Entwurfs.
Für Gründerinnen, kleine und mittlere Unternehmen und alle, die ihr
Geschäft neu denken oder auf der Höhe der Zeit an die nächste
Generation übergeben wollen.
Und wer widerspricht, wenn intern alle dasselbe denken? Dreissig Minuten, und wir sagen offen, ob wir die richtige Adresse sind.
Ich habe das Büro gebaut, das ich selbst gebraucht hätte, und hole je Mandat die Leute dazu, die es braucht.
Zusammenarbeit
Wofür Sie uns holen.
Ein Architekturbüro für Unternehmen. Ein Architekt baut neu, baut um,
prüft die Statik und kommt, wenn ein Träger nachgibt. Bei uns ist es
dasselbe Handwerk, nur ist das Gebäude eine Firma, ein Verfahren oder
ein System.
Umbauen oder neu bauen? Zu viel Raum? Trägt die Konstruktion
noch? — Vier Arten von Aufträgen:
Neubau — neue Vorhaben, Projekte und Systeme von Grund auf aufbauen
Umbau und Sanierung — bestehende Abteilungen und Bereiche neu denken, modernisieren, neu ordnen: mit den Leuten, die schon da sind
Statik prüfen — hält die Konstruktion unter Last und unter Angriff?
Havarie — es ist etwas eingestürzt, jemand muss sofort hin (Krisenmanagement)
Und ein Grundsatz gilt für alle vier: Modernisieren heisst bei uns
nicht abbauen. Wir bauen mit dem, was da ist. Die Leute, ihr Wissen
und die gewachsenen Anlagen sind tragende Teile des neuen Entwurfs,
keine Kostenstellen. Abbau ist bei uns höchstens ein Befund, nie das
Ziel.
Gebaut wird nichts von der Stange. Am Reissbrett entwerfen wir mehrere
Wege, verwerfen die naheliegenden und holen Ideen aus Feldern, in
denen Ihr Problem längst gelöst ist. Was bleibt, ist der Entwurf, der
dem Test standhält.
Klartext→Härtetest→Bau
Wer drei Jahre am falschen Problem arbeitet, verliert nicht drei Jahre.
Er verliert den Vorsprung, den er in dieser Zeit hätte aufbauen können.
Einstieg
Erstgespräch
kostenlos
Dreissig Minuten am Telefon oder vor Ort. Sie schildern die Lage, wir sagen offen, ob wir dafür die richtige Adresse sind, und wenn nicht, wer es eher ist. → Termin anfragen
1Klartext
Sie ahnen, dass etwas nicht stimmt, und können es nicht benennen. Und im eigenen Umfeld gibt es niemanden, der es unbefangen beurteilen könnte.
Wir sagen Ihnen, welches Problem Sie wirklich haben
ab 250
Eine Stunde für eine einzelne Frage: 250. Ein Halbtag, in dem die Frage zerlegt wird: 900. Drei bis fünf Tage für das ganze Bild, mit Systemkarte, verstecktem Problem, gewichtetem Risikobild, drei Wegen und einem Pfad für die nächsten neunzig Tage: 4'500 – 7'500. Am Ende steht immer etwas Schriftliches, nie ein Foliensatz. Einmalig oder als laufendes Sparring, wenn Entscheidungen regelmässig eine Gegenprobe brauchen: dieselbe Stunde, wiederkehrend buchbar. Bei Folgemandat wird der Einstieg angerechnet.
Methodik · CAN-Biel · UNORA
Klartext mit gestellter Uhr
auf Anfrage
Die meisten rufen an, wenn es brennt. Der günstigste Anruf ist der davor. Ein Projekt kippt, eine Einführung scheitert, ein Lieferant fällt aus, eine Behörde stellt Fragen, die niemand beantworten kann. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, Lagebild innerhalb von zwei Arbeitstagen. Zuschlag nach Dringlichkeit, Vorauszahlung. Keine Finanzsanierung: dafür ist Ihr Treuhandbüro zuständig.
„Als Kadermitglied hole ich mir hier laufend innovativen Input und lasse meine Strategien gegenlesen. Mein Kind ist froh über meine neu gewonnenen freien Wochenenden.“
Quelle: Kadermitglied, anonym, Kanton Bern
2Härtetest
Ihr System wird getestet. Die Frage ist nur, ob von Ihnen oder von jemand anderem, und ob Sie den Befund vorher lesen oder nachher erklären müssen.
«Ich kenne die Wege, auf denen Regeln und Systeme umgangen werden, nicht aus dem Lehrbuch.»
Wir greifen an, was Sie gebaut haben, bevor es jemand anders tut
ab 2'500
Für ein abgegrenztes System: einen Prozess, eine Regel, ein Beitragssystem, ein Schutzkonzept, einen KI-Assistenten. Ergebnis sind die Einfallstüren nach Schwere sortiert, zu jeder eine Regel, die sie schliesst, und ein Test, der beweist, dass sie hält. Schriftlicher Auftrag, keine echten Personendaten, Bericht nur an Sie.
Beweis · CAN-Biel · UNORA
Prüfungen, die weiterlaufen
ab 450 / Mt.
Die Tests aus dem Härtetest bleiben stehen und laufen weiter: nach jedem Update, jeder Reglementsänderung, jedem neuen Modell. Monatlicher Kurzbericht, ob die Regeln noch halten. Monatlich kündbar.
3Bau
Sie wissen, was Sie brauchen, und suchen jemanden, der es zu Ende baut: nicht bis zum Konzept, sondern bis es läuft. Ein typischer Anlass ist die Übergabe. Wer in drei bis fünf Jahren an die nächste Generation übergibt, entscheidet jetzt, was diese übernimmt: ein Unternehmen auf der Höhe der Zeit oder eines, das sie zuerst umbauen muss, während sie es führen lernt.
Wir bauen es, und es hält
ab 15'000
Wenn Reparieren nicht mehr reicht: neue Vorhaben von Grund auf, bestehende Abteilungen und Bereiche neu gedacht, Geschäftsarchitektur, Wirtschaftlichkeitsmodell, technische Architektur, Betriebsmodell, und die Umsetzung bis zum ersten lauffähigen Produkt oder Piloten.
Beweis · Rosie · wohlverdient.ch · UNORA
Grössere Umbauten ganzer Geschäftsbereiche sowie Feldstudien und
bewilligungspflichtige Vorhaben (Risiko- und Schutzkonzept, Studiendesign,
Erhebung, Dokumentation) auf Anfrage.
Bereits Partner in einem unserer Netzwerke, etwa wohlverdient.ch oder Rosie?
Sprechen Sie uns auf den Vorzugstarif an.
Die Vorhaben
Fünf Vorhaben, eine Bauweise: dort, wo eine Regel auf den Alltag trifft.
Ein Gesetz, ein Reglement, eine Schutzpflicht: Regeln dieser Art
halten nur, wenn sich ihre Einhaltung belegen lässt. Genau das wird
hier gebaut, dreimal als Software, einmal als gelenkte Dokumentation
und einmal als Neuausrichtung eines ganzen Betriebs. Die fünf Akten
sind darum weniger Angebot als Nachweis.
Und jedes der fünf Vorhaben ist zugleich ein Stück Alltag, neu gedacht:
eine Dienstplanung, die für die Pflege gebaut wurde statt für die
IT-Abteilung. Ein Verkauf, den es in dieser Form vorher nicht gab. Ein
Betrieb, der seinen Markt abflachen sah und sich neu erfand. Ein
Firmengeschenk ohne Preisschild und ohne Neugier. Ein Amtsschalter, der
nie zu ist.
Fünf Projekte, die unsere Handschrift tragen oder ganz aus dem Büro
Wehrli stammen:
Im Beta-Betrieb!
Rosie
Dienstplanung Pflege
Dienstplanung für Pflegebetriebe, gebaut für den Alltag von
Pflegedienstleitungen und nicht für die IT-Abteilung. Mandantentrennung und
Mehrsprachigkeit waren von Anfang an gesetzt.
Gebaut fürPflegebetriebe, die innovativ bleiben wollen; offen für Partner
Regulierter Cannabisverkauf, wissenschaftlich begleitet und
. Mit
Bezugslimiten, Chargenrückverfolgung und medizinischer Begleitung über fünf Jahre.
Beobachtet„Pilotversuch nach der Verordnung über Pilotversuche zum Betäubungsmittelgesetz. Bewilligung: BAG; Ethik: Swissethics.“Bewilligungsunterlagen CAN-Biel · BAG-Übersicht, abgerufen 24.08.2026
BewilligtRechtsabteilung des Bundesamtes für Gesundheit, Kantonale Ethikkommission Bern, Kantonspolizei Bern, Stadt Biel/Bienne
Beitrag550 Seiten Studien- und Betriebsdokumentation; Bewilligung und Ethikentscheid begleitet
Gebaut fürBetriebe mit bewilligungspflichtigem Vorhaben
TrägerinWIIID GmbH, Biel/Bienne
ForschungISGF, Universität Zürich
RisikoSchutzkonzept als Teil der Bewilligung: Ausschlusskriterien, Bezugslimiten, Mindestalter, Abbruchpfade
Diese Bauweise beruht auf einer festen Abfolge: Risiken benennen, nach
Schwere gewichten, in prüfbare Regeln übersetzen und die Einhaltung belegbar
machen. Bei CAN-Biel ist das vollständig durchlaufen und von vier Stellen
geprüft worden: der Rechtsabteilung des Bundesamtes für Gesundheit, der
kantonalen Ethikkommission Bern, der Kantonspolizei Bern und der Stadt
Biel/Bienne. Diese Kette ist der eigentliche Aufwand: Vier Stellen legen
unterschiedliche Massstäbe an dasselbe Konzept, und bewilligt ist es erst,
wenn es alle vier trägt. Dazu gehören medizinische Ausschlusskriterien, Mengenlimiten pro Person und
Bezug, rote Linien bei Weitergabe, Konsum im öffentlichen Raum und Fahren
unter Einfluss, ein Mindestalter sowie ein Ausstieg, der jederzeit und ohne
Begründung möglich bleibt. Dieselbe Methode trägt Klartext,
Härtetest und Bau.
Ein Unternehmen rund um Industriehanf und CBD, dessen Markt abflachte.
Statt das erste Konzept zu bauen, wurden viele geprüft, jedes mit
derselben Frage: Trägt es den Betrieb, und lässt sich davon gut leben?
Überleben ist alles. Gut davon leben ist das Schönste.
AnlassAbflachender Trend rund um Industriehanf und CBD; das bisherige Sortiment trug nicht mehr allein
VorgehenBefund vor Entwurf: mehrere Konzepte durchgerechnet und gegen Markt und Alltag geprüft
Gebaut fürBetriebe, deren Markt sich verschiebt und die sich neu erfinden, ohne sich abzubauen
Der Wechsel lief fliessend statt als Schnitt. Insektizide und weitere
Produkte wurden Schritt für Schritt vom Markt genommen, solange das alte
Sortiment noch trug, und parallel entstand die neue Software. Teile davon
haben Mitarbeitende mitgebaut. So bleibt das Wissen aus dem alten Geschäft
im neuen erhalten, nach demselben Grundsatz wie in jedem Umbau hier:
Modernisieren heisst nicht abbauen.
Firmen schenken, die beschenkte Person wählt selbst aus und sieht dabei nie
einen Preis. Ihre Adresse bleibt vom Arbeitgeber getrennt, er sieht nur Summen.
Gebaut fürFirmen, die schenken, ohne neugierig zu sein; offen für Partner
Der digitale Schalter der Schweizer Gemeinde, der nie zu ist. Er beantwortet
Fragen mit
, und wer fragt, bleibt anonym.
Invariante des Projekts„Keine Antwort ohne verifiziertes Zitat. Zeichengenau gegen das archivierte Original geprüft. Schlägt es fehl: Übergabe an den Menschen, nie eine Antwort.“Interne Spezifikation, Invariante 1 von 7 · Stand 06.08.2026
Gebaut fürGemeinden ohne Nachtschalter; offen für Partner
Einer, der Vorhaben durch die Bewilligung, die Dokumentation und in den Betrieb bringt.
Florian J. Wehrli arbeitet dort, wo eine Frage zugleich fachlich,
regulatorisch und betrieblich ist. Genau dort fehlen oft klare
Zuständigkeiten. Bei CAN-Biel hat er die 550 Seiten Studien- und
Betriebsdokumentation geschrieben, die Bundesamt und Ethikkommission
geprüft haben. Rosie, wohlverdient.ch und UNORA sind entstanden, weil
jemand innovativ bleiben wollte: ein Betrieb, der seinem Alltag ein
besseres Werkzeug geben wollte, oder eine Führungskraft, die ein
laufendes Vorhaben mittragen will, ohne es selbst zu betreiben. Bei
Gardinova ging es um die Neuausrichtung eines ganzen Betriebs, als der
Markt rund um Industriehanf und CBD abflachte. Konzept, Architektur und
Umsetzung liegen bei ihm. Wer sich beteiligen will, bespricht das im
Gespräch, nicht über ein Formular.
CAN-Biel550 Seiten Studien- und Betriebsdokumentation, zweisprachig, gelenkt und versioniert, von BAG und Ethikkommission geprüft
VorhabenRosie (Dienstplanung Pflege, Beta), wohlverdient.ch (Livegang 11/2026), UNORA (in Entwicklung): gebaut für Betriebe, die innovativ bleiben wollen
GardinovaNeuausrichtung eines Unternehmens, als der Trend rund um Industriehanf und CBD abflachte: viele Konzepte geprüft, mit einer Frage an jedes
BeteiligungWer ein laufendes Vorhaben mittragen will, ohne es selbst zu betreiben, spricht uns an. Konditionen im Gespräch, nicht auf der Seite
ArbeitsweiseRisiken benennen, gewichten, in prüfbare Regeln übersetzen, Einhaltung belegbar machen: dieselbe Abfolge in jedem Mandat
SprachenDeutsch, Englisch · Biel/Bienne
Fragen
Was Sie vermutlich wissen wollen.
Alle Fragen und Antworten
Was bedeutet Unternehmensnachfolge oder Firmenübergabe bei Büro Wehrli konkret?
Vor einem Kauf oder Verkauf eines Unternehmens prüfen wir die technische Seite: Systemarchitektur, Datenqualität, KI-Bereitschaft und die digitale Roadmap der nächsten Jahre. Der Rahmen dafür ist Klartext über drei bis fünf Tage, CHF 4'500 – 7'500, buchbar vor dem Kauf oder in den ersten hundert Tagen danach; grössere Prüfungen auf Anfrage.
Wie modernisiert man ein Unternehmen vor der Übergabe an die nächste Generation?
In der Reihenfolge Befund vor Umbau. Zuerst klärt der Klartext (drei bis fünf Tage, CHF 4'500 – 7'500), was den Betrieb wirklich trägt und welche Annahme die Übergabe gefährdet: Systeme, Abläufe, Wissen, das nur in einem Kopf existiert. Daraus entsteht ein Pfad für die nächsten neunzig Tage. Der Umbau selbst beginnt im Produkt Bau ab CHF 15'000. Sinnvoll ist der Start drei bis fünf Jahre vor der Übergabe, oder in den ersten hundert Tagen danach, wenn die Nachfolge bereits übernommen hat und geerbte Systeme modernisieren will. Abgebaut wird dabei nicht. Ziel ist ein Betrieb, den die nächste Generation gerne übernimmt, mit den Leuten, die ihn heute tragen.
Was kostet eine Restrukturierung oder Reorganisation?
Der Umbau beginnt im Produkt Bau bei CHF 15'000. Was ein Umbau ganzer Geschäftsbereiche kostet, hängt vom Umfang ab und wird nach dem Klartext beziffert, nicht vorher geschätzt. Zur Einordnung: Reorganisation heisst bei uns Verfahren und Strukturen neu bauen, nicht Stellen streichen. Abbau ist höchstens ein Befund, nie das Ziel.
Kann man eine Abteilung modernisieren, ohne Stellen abzubauen?
Ja, meistens ist das sogar der stabilere Weg: Mit den Stellen geht das Wissen, und ohne das Wissen trägt der Umbau nicht. Der Ansatz: erst verstehen, welche Arbeit die Abteilung wirklich leistet (oft eine andere als die im Organigramm), dann das Verfahren neu bauen und die Routine automatisieren, die niemand vermissen wird. So können die Leute die Arbeit tun, für die sie eingestellt wurden. Ehrlich gehört dazu: Ob eine Doppelspurigkeit auftaucht, entscheidet der Befund, nicht das Versprechen. Abbau ist bei uns trotzdem nie das Ziel des Entwurfs. Wo er als Befund auftaucht, steht er im Bericht, und der Entscheid bleibt beim Inhaber.
Kann man einen Betrieb modernisieren, während er weiterläuft?
Ja, und meistens ist es der einzig gangbare Weg: Ein Betrieb, der für den Umbau stillsteht, verliert genau das Geld, mit dem der Umbau bezahlt wird. Der Übergang läuft darum fliessend statt als Schnitt: Das Alte geht Schritt für Schritt aus dem Betrieb, das Neue wächst parallel daneben, und umgestellt wird erst, wenn das Neue trägt. Bei Gardinova lief die Neuausrichtung genau so, altes Sortiment schrittweise vom Markt, die neue Software parallel im Aufbau, Teile davon von Mitarbeitenden mitgebaut. Voraussetzung ist ein Befund vor dem Umbau: Erst der Klartext klärt, was den Betrieb wirklich trägt und was ohne Risiko abgestellt werden kann.
Woran erkennt man, dass ein Betrieb technisch veraltet ist?
Selten am Alter der Software, meistens am Aufwand darum herum: Zahlen werden von Hand aus einem System in ein anderes getippt, Auswertungen entstehen in Tabellen neben dem eigentlichen System, eine einzige Person weiss, wie ein Ablauf wirklich funktioniert, jede Regeländerung braucht Wochen, und niemand kann belegen, dass eine Vorschrift eingehalten wird, ohne sie von Hand nachzuprüfen. Wer drei dieser Punkte wiedererkennt, hat kein Software-Problem, sondern eines der Architektur. Der Einstieg dafür ist der Klartext ab CHF 250.
Was ist ein Härtetest?
Eine Prüfung, bei der wir Ihr System aus der Sicht dessen angreifen, der es umgehen will: ein Beitragssystem, eine Alterskontrolle, ein Gutscheinsystem, eine Zeiterfassung, ein Schutzkonzept oder ein KI-Assistent. Ergebnis sind die gefundenen Einfallstüren nach Schwere sortiert, zu jeder eine Regel, die sie schliesst, und ein Test, der beweist, dass sie hält. Ab CHF 2'500 für ein abgegrenztes System. Auf Wunsch laufen die Tests danach weiter, ab CHF 450 pro Monat, immer mit schriftlichem Auftrag, ohne echte Personendaten und mit Bericht ausschliesslich an den Auftraggeber. Am nächsten kommt ihm der Penetrationstest aus der IT-Sicherheit. Nur prüfen wir nicht die Technik, sondern die Regel: nicht ob jemand in den Server kommt, sondern ob jemand die Regel umgeht, die im Server steht.
Ist der Härtetest ein Penetrationstest?
Nein. Ein Penetrationstest prüft technische Schwachstellen mit Netzwerk-Scans und Exploits gegen echte Systeme. Der Härtetest prüft eine Regel, nicht die Technik dahinter: keine Netzwerk-Scans, keine Exploits, keine echten Personendaten. Er ergänzt einen Pentest, ersetzt ihn nicht. Wer beides braucht, bucht beides.
Übernimmt Büro Wehrli auch Krisenfälle?
Ja, in der operativen, technischen und organisatorischen Krise: ein Projekt kippt, eine Einführung scheitert, ein Lieferant oder IT-Partner fällt aus, eine Abteilung funktioniert nicht mehr, eine Behörde stellt Fragen, die niemand beantworten kann. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, Lagebild innerhalb von zwei Arbeitstagen, gegen Vorauszahlung und mit Zuschlag nach Dringlichkeit. Zeigt das Lagebild, dass nicht Stabilisieren, sondern Neubau nötig ist, geht es im Produkt Bau weiter. Nicht übernommen wird die Finanzsanierung: Liquiditätsplanung, Bankengespräche und Sanierungsgutachten gehören zu Treuhand und Anwaltschaft.
Ist Büro Wehrli ein KI-Anbieter?
Nein. Büro Wehrli baut Systeme: Software, Betriebs- und Studiendokumentation, Verfahren, und setzt KI dort ein, wo sie das Ergebnis nachweislich verbessert, nie als Selbstzweck.
Ist Büro Wehrli ein Think Tank?
Im Wortsinn ja: eine externe Denkabteilung, die Annahmen prüft, bevor gebaut wird, und Lösungen aus Feldern holt, in denen das Problem längst gelöst ist. Im üblichen Sinn nein: Klassische Think Tanks schreiben Studien und beraten die Politik. Büro Wehrli arbeitet im Mandat für einzelne Betriebe. Am Ende steht kein Papier, sondern eine Regel, die entscheidet, ein Test, der sie hält, oder ein System, das läuft. Am ehesten: ein Think Tank, der baut.
Was bringt eine Aussenperspektive, die unsere Branche nicht kennt?
Die Lösung, die in der Branche niemand sieht, weil sie aus einer anderen kommt. Beispiele aus der eigenen Arbeit: Der Härtetest überträgt die Denkweise des Penetrationstests aus der IT-Sicherheit auf Reglemente und Beitragssysteme. Die Architektur von UNORA folgt einem Befund aus der Notfallmedizin: Einfache, vorab entschiedene Regeln schlagen die feine Abwägung im Einzelfall, wenn die Lage unsicher ist. Branchenwissen bringt die Kundschaft selbst mit. Was meistens fehlt, ist der Blick von aussen, als Zweitmeinung vor einem grossen Entscheid oder als Gegenprobe, bevor gebaut wird.
Wer erstellt die Risikoanalyse für ein bewilligungspflichtiges Vorhaben?
Büro Wehrli erstellt Risiko- und Schutzkonzepte für Vorhaben, die vor eine Behörde oder eine Ethikkommission müssen. Erkannte Risiken werden gewichtet und in prüfbare Regeln übersetzt: Obergrenzen, Ausschlusskriterien, Sperren, Abbruchpfade. Dazu kommt ein Nachweis, der im Prüffall standhält. Belegt am eigenen Pilotversuch CAN-Biel: bewilligt von der Rechtsabteilung des Bundesamtes für Gesundheit, der kantonalen Ethikkommission Bern, der Kantonspolizei Bern und der Stadt Biel/Bienne. Solche Vorhaben werden auf Anfrage begleitet.
Was gehört in ein Schutzkonzept, damit eine Behörde es akzeptiert?
Keine blosse Liste möglicher Schäden. Verlangt ist für jedes gewichtete Risiko eine Regel, die im laufenden Betrieb greift, und eine Spur, die belegt, dass sie gegriffen hat: wer geprüft hat, was protokolliert wurde, wie lange es lesbar bleibt. Eine Regel, die nur im Handbuch steht und nicht im System, hängt an der Disziplin einzelner Personen. Das hält einer Prüfung selten stand.
Was verbindet die fünf Vorhaben von Büro Wehrli?
Weder Software noch eine gemeinsame Haltung, sondern eine Bauweise: In vier der fünf Vorhaben trifft eine Regel auf den Alltag: Betäubungsmittelgesetz bei CAN-Biel, Gemeindereglement bei UNORA, Arbeitsrecht bei Rosie, Datenschutz bei wohlverdient.ch. Und in jedem ist die Einhaltung dieser Regel nicht behauptet, sondern belegbar eingebaut: einmal als gelenkte Dokumentation, dreimal als Software. Gardinova zeigt dieselbe Bauweise von der anderen Seite: Als der Markt rund um Industriehanf und CBD abflachte, wurde nicht das erste Konzept gebaut, sondern viele geprüft, jedes mit derselben Frage, ob der Betrieb davon leben kann. Der Wechsel lief dann fliessend, altes Sortiment Schritt für Schritt aus dem Markt, neue Software parallel im Aufbau, Teile davon von Mitarbeitenden mitgebaut.
Warum schreibt eine Einzelunternehmung «wir»?
Weil kaum ein Mandat allein entsteht: Bei CAN-Biel trägt WIIID GmbH das Projekt, die Forschung liegt beim ISGF der Universität Zürich. Bei Firmenübergaben arbeitet Büro Wehrli im Auftrag von Treuhand- und M&A-Partnern. Rechtlich ist Büro Wehrli ein Einzelunternehmen von Florian J. Wehrli. Das «wir» meint diese projektbezogene Zusammenarbeit, nicht ein festes Team.
Wo ist Büro Wehrli tätig, und in welchen Sprachen?
Sitz ist Biel/Bienne, Schweiz. Zusammenarbeit läuft auf Deutsch oder Englisch.
Wie beginnt eine Zusammenarbeit mit Büro Wehrli?
Mit einem kostenlosen Erstgespräch von dreissig Minuten. Danach meistens mit Klartext: einer Stunde zu CHF 250 oder einem Halbtag zu CHF 900, der bei einem Folgemandat angerechnet wird.
Gibt es einen Vorzugstarif für Partnerunternehmen?
Ja. Wer bereits Partner in einem der Netzwerke ist, etwa wohlverdient.ch oder Rosie, kann nach dem Vorzugstarif fragen.
Was kostet eine Dienstplanung für Pflegebetriebe?
Bei Rosie richtet sich der Preis nach der Grösse des Betriebs, also nach Wohngruppen und Mitarbeitenden, nicht nach Modulen. Während des Beta-Betriebs werden die Konditionen mit jedem Praxispartner einzeln festgelegt; eine Preisliste gibt es erst nach dem Beta-Abschluss. Enthalten sind Mandantentrennung, Mehrsprachigkeit, die Regeln des Arbeitsgesetzes in der Planungslogik und ein Audit-Ledger, der jede Änderung nachvollziehbar macht. Der schnellste Weg zu einer Zahl: Demo anfragen und den eigenen Dienstplan mitbringen.
Wer prüft die IT bei einer Firmenübernahme in der Schweiz?
Treuhand und Anwaltschaft prüfen Zahlen und Verträge. Die technische Seite bleibt bei einer Übernahme oft ungeprüft, obwohl sie den Kaufpreis und die ersten hundert Tage bestimmt. Büro Wehrli übernimmt diese technische Sorgfaltsprüfung: Systemarchitektur, Datenqualität, Abhängigkeiten von einzelnen Personen oder Lieferanten, KI-Bereitschaft und die digitale Roadmap. Rahmen ist Klartext über drei bis fünf Tage, CHF 4'500 – 7'500, mit schriftlichem Befund, buchbar durch Käufer, Verkäufer oder im Auftrag von Treuhand- und M&A-Partnern, vor dem Kauf oder in den ersten hundert Tagen danach.
Notizen
Notizen aus den laufenden Systemen.
Zwischen den Mandaten entstehen Beobachtungen, die zu schade zum Liegenlassen
sind: eine Entscheidung, die sich erst im Betrieb als richtig oder falsch
erweist, ein Muster, das sich über mehrere Vorhaben wiederholt. Hier stehen
sie, mit Datum, bevor sie in ein Mandat einfliessen.
Notizen aus den laufenden Systemen
Wer Ihr System testet, wenn Sie es nicht tun
Eine Mengenlimite pro Person und Bezug ist im Reglement schnell geschrieben.
Ob sie im Betrieb hält, zeigt sich erst, wenn jemand versucht, sie nicht mit
einem einzelnen dreisten Verstoss zu umgehen, sondern mit vielen kleinen
Schritten, von denen keiner für sich auffällig wirkt. Genau diesen Unterschied
prüft ein Härtetest, den ein Reglement allein nicht prüft: nicht ob die Regel
für den einzelnen Fall stimmt, sondern ob sie hält, wenn jemand gezielt nach
der Lücke sucht.
Bei CAN-Biel war das der Massstab für die Mengenlimiten: nicht nur, dass ein
einzelner Bezug die Grenze einhält, sondern dass die Grenze auch über mehrere
Bezüge hinweg gilt. Wie genau das technisch sichergestellt ist, gehört nicht in
eine öffentliche Notiz: Wer die Lücke kennt, kennt auch den Weg, sie zu finden.
Das ist kein Wissen, das hier verteilt wird.
Woran man es vorher erkennt, ohne es erst im Betrieb herauszufinden: Eine Regel,
die nur den einzelnen Vorgang betrachtet, hält selten. Eine Regel, die geprüft
wurde, indem gezielt versucht wurde, sie zu umgehen, hält meistens. Der
Unterschied entsteht nicht beim Formulieren der Regel, sondern beim Testen, und
zwar vor dem Livegang, nicht danach, wenn die Lücke bereits genutzt wurde.
Eine Regel ohne Test ist eine Absichtserklärung
Ein Härtetest endet mit einem Bericht: die gefundenen Einfallstüren, nach
Schwere sortiert, dazu für jede eine Regel, die sie schliesst. Der Bericht ist
aber nicht das, wofür bezahlt wird. Er ist nur die Momentaufnahme. Was den
Unterschied macht, ist die Testreihe danach: derselbe Angriff, wiederholt, bei
jeder Änderung am System.
Bei Rosie bricht ein Test, sobald die Mandantentrennung umgangen wird: nicht
ein Vermerk im Handbuch, sondern eine Prüfung, die bei jeder Weiterentwicklung
automatisch mitläuft. Bei UNORA prüft ein Test, dass jede Antwort einen
wörtlichen Beleg aus dem Reglement trägt; ohne Beleg keine Antwort. In beiden
Fällen wäre ein einmaliger Bericht zum Zeitpunkt X längst überholt. Das System
von heute ist nicht das System von vor drei Monaten.
Eine Regel, die nur in einem Dokument steht, ist eine Absichtserklärung: Sie
beschreibt, was gelten soll, beweist aber nichts über das, was tatsächlich gilt.
Ein Test, der bei jeder Änderung neu läuft, ist der Unterschied zwischen einer
Behauptung und einem Nachweis. Genau das ist der eigentliche Lieferwert,
nicht das Dokument, das am Ende des ersten Durchgangs steht.
Ein Risikoregister, das alles gleich wichtig macht, schützt niemanden
In fast jedem Vorhaben, das bewilligt werden muss, entsteht früh eine Liste
möglicher Schäden. Sie ist meistens vollständig und trotzdem wirkungslos,
solange sie ungewichtet bleibt. Wer alles gleich ernst nimmt, muss am Ende alles
gleich streng regeln, und daran scheitert der Betrieb: Regeln, die im Alltag
niemand mehr einhalten kann, werden umgangen. Dann greift auch die wichtige
Regel nicht mehr.
Bei CAN-Biel war die Liste lang. Getragen hat am Ende die Handvoll Punkte, die
schwer wiegen und sich schlecht zurückdrehen lassen: Abgabe an Minderjährige,
Weitergabe an Dritte, Konsum in einer medizinischen Konstellation, die dagegen
spricht. Daraus wurden Regeln, die im Alltag überhaupt prüfbar sind: ein
Mindestalter, Mengenlimiten pro Person und Bezug, medizinische
Ausschlusskriterien, ein Ausstieg jederzeit und ohne Begründung.
Zwei Fragen entscheiden darüber, ob eine Risikoanalyse etwas taugt. Erstens:
Steht hinter jedem gewichteten Risiko eine Regel, die im Betrieb greift, und
nicht bloss ein Satz im Handbuch? Zweitens: Bleibt eine Spur, die im Zweifelsfall
zeigt, dass sie gegriffen hat? Wer beides bejahen kann, hat ein Schutzkonzept.
Wer nur die Liste hat, hat eine Absichtserklärung.
Was eine Invariante kostet
Keine der vier Invarianten in den Software- und Studienakten oben ist gesetzlich vorgeschrieben.
Das macht sie zu einer eigenen Kategorie: Entscheidungen, die Geld kosten und
niemandem geschuldet sind ausser der eigenen Kundschaft. Drei Beispiele,
jeweils mit der billigeren Alternative daneben.
Bei wohlverdient.ch sieht die beschenkte Person nie einen Preis, und der
Betrieb erfährt nie, wem eine Zuwendung galt, nur die Summe. Die billigere
Variante wäre die naheliegende gewesen: Beträge und Empfänger in derselben
Ansicht, wie es jedes Standard-Kassensystem ohnehin mitliefert. Gebaut wurde
stattdessen eine zusätzliche Trennung zwischen Betrag und Person, mit eigenem
Entwicklungsaufwand. Der Grund: Eine Firma, die weiss, wer wie viel geschenkt
bekommt, hat eine Information, die ihr nicht zusteht, unabhängig davon, ob
sie je missbraucht würde.
Bei UNORA verlangt die Nutzung kein Konto, und der genaue Wortlaut einer
Anfrage wird nicht gespeichert. Die billigere Variante hätte beides
gespeichert: Support, Auswertung und die spätere Pflege der Wissensbasis
wären damit einfacher zu bauen, wie bei praktisch jedem Chat-Produkt üblich.
Ohne diese Daten muss die Lückenliste im Cockpit anders funktionieren, mit
mehr Aufwand für weniger Rohmaterial. Der Grund: Eine Amtsauskunft, die sich
merkt, wer was gefragt hat, verlangt ein Vertrauen, das eine Gemeinde ihren
Bürger:innen gegenüber nicht einfordern muss.
Bei Rosie schlägt ein Test fehl, sobald die Mandantentrennung umgangen wird:
nicht eine Richtlinie im Handbuch, sondern eine Prüfung, die bei jeder
Änderung automatisch mitläuft. Die billigere Variante wäre eine gemeinsame
Datenbank über mehrere Pflegebetriebe hinweg, technisch einfacher zu bauen und
zu warten. Der Aufwand steckt in der getrennten Architektur und in einer
eigenen Testreihe, die diese Trennung bei jeder Weiterentwicklung erneut
belegt. Der Grund: Personaldaten eines Betriebs dürfen bei einem Fehler nie im
System eines anderen auftauchen, und ein Test hält das auch dann, wenn niemand
mehr daran denkt, es zu prüfen.
Der Schlusspunkt ist keiner der Haltung, sondern der Rechnung. Wer sich
darauf verlässt, dass im Alltag jede Person unter Druck richtig entscheidet,
zahlt jedes Mal neu, an Zwischenfällen, Nacharbeit, Vertrauen. Wer die
Entscheidung einmal trifft und einen Test danebenstellt, der sie erzwingt,
zahlt einmal. Das lässt sich auch einer Finanzabteilung erklären, ohne ein
einziges Wort über Überzeugungen zu verlieren.
Warum eine einfache Regel eine gute Abwägung schlägt
Gerd Gigerenzer unterscheidet zwei Lagen. Bei Risiko sind die
Wahrscheinlichkeiten bekannt: Dort gewinnt die feinere Rechnung. Bei
Unsicherheit sind sie es nicht: Dort gewinnt die einfache Regel, weil sie
sich nicht an Daten von gestern überanpasst, die morgen schon nicht mehr
gelten. Sein Standardbeispiel ist die Triage in der Notaufnahme: Eine
dreistufige Checkliste zum Herzinfarktrisiko schneidet nachweislich besser ab
als ein Modell mit neunzehn Messwerten, schneller entschieden und öfter
richtig zugleich.
Das Wort «Risiko» meint dabei etwas Engeres, als es weiter oben auf dieser
Seite verwendet wird: Dort ist jede Gefährdung von Bewilligung, Personen oder
Betrieb gemeint, hier ausschliesslich der Fall, in dem sich eine
Wahrscheinlichkeit beziffern lässt. Beide Bedeutungen berühren sich trotzdem
an genau einer Stelle: Schritt zwei der eigenen Methode heisst «Gewichten» und
setzt voraus, dass sich etwas gewichten lässt. Wo das gelingt, gewinnt die
Rechnung. Wo nicht, gewinnt Schritt drei: eine Regel, in die sich das
Unwägbare übersetzen lässt, statt es feiner zu berechnen.
Bei UNORA trägt genau dieses Prinzip die Architektur. Statt jede Anfrage
einzeln gegen ein Datenschutzrisiko abzuwägen, gelten vorab festgelegte
Regeln: keine Kontoerstellung, kein gespeicherter Wortlaut, Zugriff auf
Datenbankebene je Gemeinde technisch abgeriegelt. Das eigene Dossier nennt das
Konstruktionsprinzipien; in der Sache sind es vorab entschiedene Regeln, nicht
das Ergebnis einer Abwägung im Einzelfall.
Die Grenze gehört dazu, sonst wird aus der Beobachtung eine Masche. Eine
einfache Regel versagt dort, wo der Einzelfall tatsächlich neu ist und keine
der vorbedachten Kategorien trifft, etwa eine Anfrage, die zwischen zwei
Zuständigkeiten liegt und die UNORA deshalb korrekt an einen Menschen
übergibt, statt zu raten. Genau dafür bleibt die Übergabe an die Verwaltung
Teil des Systems, nicht ein Nebenausgang für Sonderfälle.
Warum die teuerste Fehlentscheidung selten eine schlechte Lösung ist
Die teuerste Fehlentscheidung ist selten eine schlechte Lösung. Es ist die
perfekte Lösung für das falsche Problem.
Ein Beispiel aus der eigenen Praxis: Bei CAN-Biel liesse sich die naheliegende
Frage stellen, wie ein Verkaufspunkt am effizientesten betrieben wird:
Sortiment, Abläufe, Kostenstruktur. Das ist die Frage, die die meisten
Betriebe zuerst stellen. Die eigentliche Frage lag eine Ebene tiefer: Welche
Dokumentation hält vor einer Ethikkommission stand, wenn niemand sie liest,
bis ein Zweifel entsteht? Wer diese Frage zuerst löst, kann später über
Sortiment reden. Wer sie zuletzt löst, redet nie darüber, weil der Betrieb
gar nicht erst bewilligt wird.
Das Muster wiederholt sich. Eine Institution optimiert die sichtbare Seite
eines Problems, weil dafür bereits ein Prozess existiert. Die unsichtbare
Seite (warum das Problem überhaupt entstanden ist, welche Annahme es am
Leben hält) bleibt unberührt, weil dafür kein Prozess existiert und niemand
explizit zuständig ist.
Deshalb beginnt jedes Mandat hier mit derselben Frage, bevor irgendetwas
gebaut wird: Welche Annahme hält das bestehende System zusammen, und hält
sie einer Prüfung stand? Das kostet drei bis fünf Tage Klartext. Es kostet
ungleich mehr, es nach dem Bau herauszufinden.
Neue Notizen per E-Mail, zwei- bis viermal im Quartal, kein weiterer Versand.
Wenn Sie uns nicht brauchen, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch.
Am schnellsten kommen wir weiter, wenn die Frage und der Entscheid dahinter
schon im ersten Mail stehen. Antwort in der Regel innert zwei Arbeitstagen.